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“Kerweih” ist Kult




Die Kirchweih hat sich im Laufe der Zeit immer wieder den gesellschaftlichen Veränderungen angepasst. Früher, ohne Internet und Fernsehen und im Angesicht von bäuerlicher Schwerstarbeit wurde das Fest tagelang mit Essen, Trinken und Tanzen in der ganzen Dorfgemeinschaft gefeiert. Gleichzeitig war es ein Initiationsritus für die Dorfjugend, die dabei feierlich in den Kreis der Heiratsfähigen aufgenommen wurde.

In der Nachkriegszeit wurde die Kirchweih als Fest der schwäbischen Dorfgemeinschaft wieder aufgenommen. Eduard Thöress, der viermal als Kirchweih Bub dabei war, erinnert sich im Video im Gespräch mit Astrid Ziegler an diese Zeit.

Heuer organisierten das Forum der Billeder Deutschen, zusammen mit der Gemeindeverwaltung und der lokalen Tanzgruppe “Billeder Heiderose”, die Veranstaltung, bei der unter der Leitung von Tanzlehrer Hansi Müller auch Trachtenpaare aus anderen Ortschaften mitmachten. Astrid Ziegler ist zusammen mit ihrer Tochter Vicky zum ersten Mal auf einer Kirchweih im Banat. Die Leiterin der “Billeder Heiderose”, Edith Barta, ermöglichte es Vicky, deren Urgroßeltern aus Billed stammen, sogar als "Kerweih Mädche" teilzunehmen. Dabei sollte für die Jugendliche ein Wunsch in Erfüllung gehen.


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